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Letzte Änderung: 23.11.2004



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Portrait #06: Mattias




Name: Mattias Filler

Alter: 27

Im Team seit: 2000

Bisherige Piranha-Projekte: Gothic

Passender Indianer-Name:
Federweiser (Der-Mit-Geübter-Feder-Schreibt)


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Wie heisst Du?

Mattias

Was ist dein Job bei Piranha Bytes?

Alles, was im Bereich Story anfällt. Das ist im wesendlichen das Erdenken der Rahmenhandlung, Scripten, NPCs zum Leben erwecken, objektieren etc.

Dein Talent, spannende Geschichten zu erzählen, kommt Dir auch beim Pen&Paper-Rollenspielen zugute. Wie lange beschäftigst Du Dich schon mit Rollenspielen?

Lass mich kurz überlegen. Seit 1989 circa, also seit etwa zwölf bis dreizehn Jahren.

Empfindest Du die Rollenspielerei als reines Amüsement, oder tauchst Du auch deshalb gern in eine Fantasywelt ab, um dem weltlichen Alltag zu entfliehen?


Das sind ja jetzt nur zwei Standard-Kategorien, dazwischen gibt es noch viele weitere Facetten. Es ist sicherlich mehr als nur Spaß, obwohl Spaß eine große Rolle spielt. „Dem Alltag zu entfliehen“ klingt sehr negativ, stimmt aber auch irgendwie. Das ganze ist sehr vielschichtig. Rollenspielen ist mehr als nur Spielen an sich, es geht auch um Kommunikation, die Reaktion der anderen zu beobachten und zu sehen, wie sie ihren Charakter darstellen. Wenn man mit verschiedenen Gruppen ein Spiel spielt, ist es jedes Mal unterschiedlich, weil jeder eine eigene Art zu kommunizieren hat. Das ist einfach spannend. Außerdem gibt es einfach zu viele Welten, um nur in einer zu Leben.

Du wohnst ja mit Björn und Stefan (und einigen anderen Freunden) in einer WG. Wie gestaltet sich der Alltag aus Deiner Sicht?

Bis Mittags pennen, zur Arbeit fahren, irgendwann spät in der Nacht wieder nach hause kommen und dann entweder noch was zocken oder mit den Leuten abhängen. Klar, es bleibt einfach nicht aus, dass wir uns zu dritt nach einem langen Arbeitstag zusammen setzen und über die Arbeit sprechen. Das ist auch schon seit jeher so. Wenn man das zulange und zu häufig macht, führ das natürlich dazu, dass man sich selbst sehr einschränkt, weil man wenig neuen Input bekommt und sich alles nur um die Arbeit dreht. Man lernt zwar, damit umzugehen, aber ich bin sehr froh, dass noch andere Leute in der WG wohnen. So wird man gezwungen, sich auch noch mit anderen Dingen zu beschäftigen. Es war für uns alle wichtig, abschalten zu lernen. Teilweise war das Engagement in der Freizeit sehr nützlich für das Projekt, aber auf Dauer braucht man halt Abwechslung.

Deine Freizeit leidet ziemlich unter Deinem zeitraubenden Dasein als Piranha. Was vermisst Du in Deinem Leben am meisten, seitdem Du fast den ganzen Tag im Büro verbringst?

*verfällt schweigend in einen entzückend nachdenklichen Gesichtsausdruck*

Was ich am meisten vermisse? Gute Frage. Zum einen natürlich die Zeit zum Pen&Paper-Rollenspielen, ... und sonst, keine Ahnung. Es ist nicht wirklich vermissen. Es gibt ein paar Dinge, mit denen ich gern meine Zeit verbringen würde und manchmal brauche ich auch die Abwechslung, aber im Großen und Ganzen ist es okay so wie es ist.

Wie würdest Du ein Arbeitsumfeld beschreiben, in dem Du dich am wohlsten fühlen würdest?

Ein Team, in dem keiner meiner Kollegen seine Arbeit nur als Job betrachtet und wo keiner wert darauf legt, wie viele Stunden er genau da gewesen ist. Am besten wäre es, in einem Team zu arbeiten, wo jeder ohne Probleme mit der Kritik der anderen umzugehen weiß, und in dem jeder die aktuell wichtigen Probleme oder Ziele erkennt und sich selbst soweit einbringt und alles dafür tut, um genau das zu machen, was dafür am Besten wäre.

Zusammen mit Deinen Autoren-Kollegen füllst Du die mittelalterliche Fantasywelt von Gothic I & II mit einer tiefgängigen, stimmigen Story. Steckt dahinter auch ein tatsächliches historisches Interesse, oder wo liegen die Quellen für deine Ideen?

Historisches Interesse ist sekundär vorhanden. Quellen sind halt zum einen Pen&Paper-Rollenspiele, aber auch Filme, Bücher, etc. Die Summe all dieser Aspekte formen dann die Welt meiner Fantasie. Wir führen natürlich auch viele Gespräche, um ein Verständnis für die Welt zu bekommen und diese mit der nötigen Tiefe zu versehen. Der Hintergrund der Welt von Gothic ist tatsächlich viel größer und detaillierter, es gibt viel mehr Aufzeichnungen, Hintergrundgedanken und Zusammenhänge als wortwörtlich im Spiel auftauchen. Sie stehen aber zwischen den Zeilen und führen dazu, dass diese Welt auch tatsächlich lebendig rüberkommt.

Welcher Teil deiner Arbeit macht Dir mehr Spaß? Die Handlungsstränge im Kopf zu entwerfen und auszuschmücken, oder die Programmierung der entsprechenden Skripte?

Hmmm, es ist beides. Manchmal macht’s einfach mehr Spaß, ein Dialogskript zu schreiben, was sozusagen schon ein kleines „Spiel-Im-Spiel“ ist und den Charakter präsentiert. Aber es macht genauso viel Spaß, sich den Hintergrund des Charakters auszudenken. Wenn man eine kreative Flaute hat, sollte man nicht versuchen tolle Stories zu entwerfen, dann bevorzuge ich den handwerklichen Teil. Aber es gibt spannenderes, als stupide Skripte zu coden.

Gibt es ein Computerspiel, das an der Spitze deiner persönlichen Hitliste steht?

Darf ich jetzt nur eins nennen? Prinzipiell Adventures von Lucas Arts. Vor allen Dingen der Humor der Monkey Island™ Serie hat es mir angetan. Es gibt aber noch viele gute Spiele, die ich auf ihre Art und Weise einfach nur genial finde und wo ich mich stundenlang mit beschäftigen kann. Bei manchen Spielen reicht ein einziges geniales Feature schon aus, um mich in den Bann zu ziehen, und bei anderen Games stimmt irgendwie alles.

Wenn Du Deinem Leben eine Spielspaß-Wertung geben müsstest, wie würde sie ausfallen?

*seufzt*
Irgendwas zwischen 35% und 137%. Tendenz schwankend. Momentan eher so 40-45%. Tendenz steigend.

Welche der folgenden Rollen würdest Du in der Realität am liebsten spielen? Den Monarchen (der dem Volk den richtigen Weg weist und die Macht hat, seine Ziele zu verfolgen), den Anführer einer revolutionären Bewegung (der gegen den Willen des Königs mit einer kleinen Gefolgschaft eigene Ideen durchsetzen will), oder ein Mitglied eines demokratischen Rates, der alle Ideen diskutiert und über den letztendlichen Weg gemeinsam entscheidet?

Du kannst mir doch nicht einfach eine Multiple-Choice-Frage stellen? *lacht*

Naja, ich lasse mich mal drauf ein, ohne die Frage selbst in Frage zu stellen. Der demokratische Rat kann schon mal nach hause gehen, bleibt also nur noch der Monarch oder der Revolutions-Anführer. Naja guck, jetzt muss ich die Frage doch in Frage stellen. Wenn ich Anführer einer revolutionären Bewegung bin und den König stürzen will, bin ich doch danach auch Monarch, oder? Dann bin ich so oder so am Ziel. Ich glaube, kleine Revolutionen ab und zu tun jeder Regierungsform ganz gut. Jawoll! Obwohl der Monarch natürlich auch seine Vorzüge hat. Aber was soll’s, nieder mit dem König! *lacht* Ich bin Anführer einer Revolution, folget mir, Leute, und ihr werdet nie wieder Hunger leiden.

Gibt es ein Filmzitat, dass Du immer gern auskramst?

Es gibt viele Filmzitate, die ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit gern rauskrame. Aber was mir besonders gut gefällt, ist:

„Binde Dich an nichts, was Du nicht innerhalb von 30 Sekunden loswerden kannst.“
(Robert DeNiro in „Heat“)



































































- verfügbare Portraits -

Björn Pankratz
Game Design
Mike Hoge
Game Design
Stefan Kalveram
Story, Scripting
Sascha Henrichs
3D/2D Artist
Kai Rosenkranz
Music & Sound
Mattias Filler
Story, Scripting
Nico Bendlin
Programmierung
Horst Dworczak
Lead Artist





















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